Himbeerstrauch – Tee aus dem eigenem Garten ?

Den Himbeerstrauch kennen viele aus dem eigenen Garten. Außer den wohlschmeckenden Früchten des Rubus idaeus sind aber auch die Blätter zu nutzen. Sie können von Mai bis in den August hinein gesammelt werden und leisten dann gute Dienste für das Allgemeinbefinden.

Himbeerblättertee wertvoll für die Gesundheit

Himbeerblätter verfügen über eine stimulierende und adstringierende Wirkung. Als Tee können sie dazu dienen ein Mundwasser herzustellen, welches zum Gurgeln verwendet wird. Der Aufguss beruhigt wunde Stellen im gesamten Rachenraum und wirkt sich positiv auf die Schleimhäute aus.

Weiterhin ist der Tee hilfreich bei Geschwüren im Mund oder bei Problemen mit dem Zahnfleisch. Verantwortlich hierfür ist der hohe Gehalt an Tannin in den Himbeerblättern. Er beruhigt nicht nur Reizungen, sondern auch schon vorhandene Wunden. Die Blätter können ebenfalls als Kompresse oder Auflagen Verwendung finden. Die Alternative sind angefeuchtete und leicht angestoßene Blätter.

Weiterhin nennenswert ist die große Menge an Vitamin C, welches in den frischen Himbeerblättern enthalten ist. Hilfreich auch bei einem Sommerschnupfen oder einer leichten Erkältung. Die in den Früchten enthaltenen Nährstoffe helfen gegen Blutarmut und selbst in der Kräutermedizin sind sie als stärkendes Mittel gegen Inkontinenz bekannt.

Weitere Anwendungsgebiete von Himbeerblättertee

Getrocknete, als auch die frischen Blätter der Himbeere enthalten diverse Gerbstoffe, die adstringierende Eigenschaften besitzen. Sie sind als Mittel gegen Durchfall, aber auch bei zu starken Regelblutungen und Ausfluss zu nutzen.

mögliche Anwendungsgebiete sind:

  • Fieber
  • Grippale Infekte
  • Erkältungsbeschwerden

Weiterhin dienen Extrakte aus den Blättern zur äußeren Anwendung bei Mandelentzündungen, Krampfadern oder bei Verbrennungen und schlecht abheilenden Wunden. Ebenso können sie bei Personen mit Hämorrhoiden helfen.

Arthritis und Gicht

Himbeerblättertee ist dafür bekannt, dass er gegen Entzündungen und bei Schmerzen wahre Wunder bewirken kann. Gerade Patienten, die unter Gicht oder Arthritis leiden, sollten den Aufguss regelmäßig zu sich nehmen. Die Regelmäßigkeit spielt hierbei die entscheidende Rolle. Dazu müssen 30 Gramm getrocknete Blätter in einem halben Liter Wasser gekocht werden und der Sud sollte dann mindestens 15 Minuten ziehen.

Zudem finden sich in den Früchten antioxidative Wirkstoffe. Diese helfen den Zellmembranen sich vor Schäden durch freie Radikale zu schützen. Einer der Wirkstoffe ist als Ellagsäure bekannt, weitere sind Quercetin und Anthrocyanin. Sie schützen vor vaginalen Hefepilzinfektionen ebenso, wie vor Bakterien und Pilzen, die sich im Körper eingenistet haben.

Der wirksame Himbeerblättertee ist weiterhin zu verwenden bei:

  • Rheuma
  • Verstopfung
  • Zahnfleischentzündungen
  • Magenentzündung
  • Magenbeschwerden
  • Blähungen
  • Darmentzündungen

Besonders bei Halsschmerzen hat sich Himbeerblättertee bewährt. Zudem ist er in der Lage im Vorfeld die Abwehrkräfte zu stärken und auch bei Übelkeit kann er hilfreich sein.

Heilwirkung von Himbeerblättertee

Der Geschmack, als auch die Heilwirkungen vom Himbeerblättertee sind der Wirkstoffzusammensetzung zuzuschreiben. In der Hauptsache finden sich Gerbstoffe und Flavonoide, aber auch Mineralstoffe und Vitamine wären hierbei zu erwähnen.

Die Blätter der Himbeere, die auch als Beinwell, Löffelkraut oder Guarana bekannt sind, enthalten Gerbstoffe und unterschiedliche Tannine. Dieses ist der Fachbegriff für Gerbstoffe, die ausschließlich nur in Pflanzen vorkommen. In den Blättern der Himbeere finden sich sogenannte Ellagtannine, die mit einem Gehalt von 2,5 bis 7 Prozent enthalten sind.

Taninne bekämpfen im menschlichen Körper:

  • mikrobielle Infektionen (Pilze und Bakterien)
  • Haut- und Schleimhautentzündungen
  • Schwermetallvergiftungen

Himbeerblättertee verfügt über eine harntreibende Wirkung, wobei Schadstoffe ausgeschieden werden können. Diese gelangen in der Regel über die Nahrung in den Körper.

Die wirksamen Inhaltsstoffe im Himbeerblättertee im Einzelnen:

Gerbstoffe:entgiftend, krampflösend, antimikrobiell
Flavonoide:entwässernd, desinfizierend, gefäßschützend
Mineralstoffe:halten den Eisen- und Kalziumbedarf im Gleichgewicht
Vitamine:Stimulieren die Östrogenausschüttung

Himbeerblätter enthalten neben der Fruchtsäure auch Flavonoide, Gerbstoffe, Schleimstoffe und Zucker. Die Früchte hingegen verfügen über Fruchtzucker, Kalium, Calcium, Magnesium, Vitamin C, Glykoside, Pektin, Zucker und Schleimstoffe.

Dem Himbeerblättertee werden diverse Heilwirkungen zugeschrieben. Unter anderem soll er schweißtreibend wirken und das Immunsystem stärken.

Der Schwangerschaftstee

Obwohl der Himbeerblättertee die oben genannten Eigenschaften besitzt, kennen viele ihn nur, als sogenannten Schwangerschaftstee. Er bekämpft unter anderem nicht nur die morgendliche Übelkeit, sondern gilt auch zur Vorbeugung gegen Fehlgeburten oder zum Mildern der Wehen.

Die Wirkstoffe im Himbeerblättertee sind in der Lage, die weiblichen Fortpflanzungsorgane zu kräftigen und wirken zudem tonisierend und zusammenziehend, was ihn auch nach einer Geburt wertvoll macht.