Herstellung des Himbeerblättertee

Bei Himbeerblättertee handelt es sich um ein altes Hausmittel, welches aus den Blättern des Himbeerstrauchs, einer Pflanze aus der Familie der Rosengewächse, hergestellt wird. Wegen seiner Eigenschaften gehört der Tee zu den meist empfohlenen Mitteln in einer Schwangerschaft, der darüber hinaus eine Geburt erleichtern soll.

Himbeerblättertee: Herstellungsverfahren

Ein Himbeerblättertee muss nicht zwangsläufig käuflich erworben werden. Auch einen eigenen Himbeerstrauch im Garten kann ein Anwender dazu nutzen. Hierbei kommt es lediglich darauf an, ob der Strauch chemisch behandelt wurde. Beim Kauf allerdings ist darauf zu achten, dass die Himbeerblätter möglichst aus einem biologischen Anbau stammen.

Damit Himbeeren im eigenen Garten gut gedeihen, kann ein Rank- Gitter Hilfestellung leisten. Das Frühjahr eignet sich idealerweise um den Strauch zu düngen. Der Pflanzplatz sollte sich an einem geschützten Ort befinden, es eignen sich vor allem Hauswände sehr gut. Weiterhin ist darauf zu achten, dass der Boden ausreichend feucht ist, wobei Staunässe zu vermeiden ist. Zudem sollte eine ausreichende Sonneneinstrahlung möglich sein.

Herstellung Himbeerblättertee

Um einen Himbeerblättertee selber herzustellen müssen frische Blätter vom Strauch entfernt werden. Danach zeigen sich unterschiedliche Möglichkeiten auf, diese zu trocknen. Die Blätter können zum Beispiel auf eine Stück Zeitung ausgebreitet und in die Sonne gelegt werden.

Eine andere Alternative ist der Backofen. Den jedoch nur mit minimaler Hitze betreiben, damit die Blätter keine Inhaltsstoffe einbüßen. Die beste Methode ist zwischen 40 und 50 Grad einstellen und die Blätter auf Zeitungspapier auf einem Backblech in den Ofen schieben.

Durch das Papier können die Blätter zu einem späteren Zeitpunkt auch besser gelöst werden. Nach der Trocknung werden die Blätter geschnitten oder gemahlen. Es ist jedoch von Vorteil, diese ganz zu belassen und in einem luftdichten Behälter aufzubewahren, so gehen wertvolle Inhaltsstoffe nicht verloren.

Himbeerblättertee in der Pflanzenheilkunde

Himbeerblättertee verfügt über einen angenehmen Geschmack und er lässt sich wunderbar mit anderen Teesorten mischen. In der Pflanzenheilkunde findet er diverse Anwendungen und er kann zudem selber hergestellt werden.

Hinweis:
Die meisten Himbeersträucher verfügen über Stacheln. Zum Schutz der Hände ist es aus diesem Grund von Vorteil, bei der Ernte der Blätter, Handschuhe zu tragen.

Die Ernte: Himbeerblätter für einen Himbeerblättertee können im Prinzip das gesamte Jahr über geerntet werden. Ein aromatisch gutes Ergebnis wird jedoch erzielt, wenn der Anwender die noch jungen, hellgrünen Blätter erntet.

Für die Ernte stehen wiederum zwei Möglichkeiten zur Verfügung. Erstens können einzelne Blätter vom Strauch entfernt werden oder aber ein ganzer Zweig. Die Ernte der einzelnen Blätter gestaltet sich um einiges aufwendiger, dafür trocknen sie jedoch schneller und besser.

Reinigung: Jegliche Hinterlassenschaften, wie Staub, Erde, Insekten muss der Nutzer entfernen. Vor dem Trocknen müssen die Blätter zudem gründlich gespült werden. Handelt es sich um eine Sorte mit Stacheln, empfiehlt es sich, die Stiele im Vorfeld zu entfernen.

Damit die Blätter trotz des Waschens schnellst möglich trocknen, kann eine Salatschleuder hilfreich sein. Alternativ kann der Nutzer auch ein sauberes Tuch nehmen und die Blätter vorsichtig abtupfen.

Trocknen: Bei der Trocknung der Himbeerblätter ist entscheidend, ob einzelne Blätter oder ein ganzer Zweig geerntet wurden. Für einzelne Blätter, folgendes Vorgehen nutzen:

  • Blätter wie beschrieben säubern und waschen
  • Blätter auflockern und auf einem Netz mit einem engmaschigen Gitter oder einem Leinentuch ausbreiten
  • Zur Trocknung einen luftigen, sonnigen und warmen Ort wählen. Vor Regen und Wind schützen
  • Blätter täglich kontrollieren, im Idealfall öfter wenden. Ausbreitung von Fäulnis und Schimmel wird verhindert.
  • Das Trocknen ist beendet, wenn die Blätter bereits bei einem leichten Druck brechen und krümeln

Lagerung: Bevor eine Lagerung für einen Himbeerblättertee erfolgt, muss der Anwender sicher- stellen, dass die Blätter vollkommen trocken sind. Fühlen sie sich noch biegsam an, enthalten sie noch zu viel Feuchtigkeit und könnten unter Umständen Schimmel bilden.

Bei der Lagerung sind folgende Kriterien zu beachten:

  • Blätter luftdicht aufbewahren, damit das Aroma erhalten bleibt
  • Sonneneinstrahlung unbedingt vermeiden, um einen Verfall der Vitalstoffe zu reduzieren
  • Aufbewahrungsgefäß kühl stellen, um einer Zersetzung durch Wärme vorzubeugen

Der Himbeerblättertee enthält neben diversen Vitalstoffen auch Gerbstoffe. Diese Substanzen sind in der Lage, Bakterien und Entzündungen zu hemmen, sowie zur Versorgung beitragen. Der Tee lockert zudem die Muskulatur, weswegen er unter anderem in der Pflanzenheilkunde zur Geburtsvorbereitung genutzt wird.

Informationen zum Thema Himbeerblättertee

Himbeerblättertee wird aus den Blättern der Himbeere (Rubus idaeus) hergestellt. Er ist nicht zu verwechseln mit einem Himbeer- Früchtetee, welcher aus Himbeerfrüchten hergestellt wird. Er ist auch unter dem Namen „Rotes Himbeerblatt“ bekannt. Der Himbeerblättertee wird in der Regel oft von Hebammen empfohlen, um eine Schwangere auf die Geburt vorzubereiten. Zudem enthält der Tee jede Menge an Vitamin C, Eisen und Kalzium.

Himbeerblättertee ist hilfreich bei den unterschiedlichsten Leiden. Unter anderem sind seine Wirkungen:

  • Wehen fördernd
  • Geburtsfördernd
  • fördert Wehen
  • entschlackt
  • lockert den Muttermund, die Gebärmutter und die Beckenmuskulatur
  • ist hilfreich gegen Schwangerschaftsübelkeit

Vor einer Schwangerschaft wirkt der Tee krampflösend, zyklusregulierend und er unterstützt den Aufbau der Gebärmutterschleimhaut.

Himbeerblättertee wird in der Regel frühestens ab der 34. Schwangerschaftswoche empfohlen. Einige Hebammen und auch Ärzte vertreten die Meinung, dass der Tee erst ab der 37. Woche verabreicht werden sollte.

Wichtiger Hinweis:
Himbeerblättertee darf auf keinen Fall zu früh konsumiert werden. Die Schwangere riskiert im schlimmsten Fall eine vorzeitige Öffnung des Muttermundes, sowie frühzeitige Wehen.

Die richtige Dosierung

Es gibt unterschiedliche Dosierungsmethoden vom Himbeerblättertee. Eine oft empfohlene Dosierung lautet folgendermaßen:

  • SSW: täglich eine Tasse Himbeerblättertee trinken
  • SSW: Pause einlegen
  • SSW: bis zu 4 Tassen Tee täglich trinken
  • SSW: Pause einlegen

Generell wird dringend empfohlen, die Pausen gewissenhaft einzuhalten. Ansonsten könnte es zu einer Überdosierung kommen. Zudem können aufgrund der individuellen körperlichen Reaktionen, die Folgen von etwaigen Nebenwirkungen bei einer Überdosierung oftmals nicht eingeschätzt werden.

Lose Himbeerblätter zubereiten:

  • pro Tasse einen Teelöffel Himbeerblätter rechnen
  • Blätter mit kochendem Wasser übergießen
  • 10 bis 15 Minuten ziehen lassen
  • anschließend abseihen und trinken

Bei der Zubereitung von Himbeerblättertee wird generell pro Tasse ein Teelöffel Blätter genommen. Auf Wunsch kann der Tee zusätzlich mit Honig gesüßt werden.

Himbeerblättertee kann in der Regel gekauft werden in:

  • Apotheken
  • Kräuterläden
  • Bioläden
  • Internet

Himbeerblättertee ist zudem in gut sortierten Drogeriemärkten zu finden. Ist er im Regal nicht vorhanden, lohnt sich eine Anfrage, denn oft kann er bestellt werden.

Die Preise für Himbeerblättertee können stark variieren. Es kommt darauf an, welche Qualität der Tee hat und woher er stammt. Der Verbraucher kann jedoch mit einem Preis zwischen 3 und 4 Euro pro 100 Gramm rechnen. Der Kauf im Internet ist hierbei anzuraten, die Preise kann der Nutzer besser vergleichen und so eventuell einiges an Geld einsparen.

Heilwirkung:

Der Himbeerstrauch stammt aus der Familie der Rosengewächse. Schon seit vielen Jahren ist die Wirkung der Blätter bekannt, der vor allen Dingen von erfahrenen Hebammen genutzt wird. Himbeerblätter wirken astringierend (zusammenziehend) und sind aus diesem Grund auch für Entzündungen im Mund- und Rachenraum und den Schleimhäuten geeignet.

Himbeerblättertee wirkt zudem blutreinigend und fördert die innere Ruhe. Sogar bei Durchfall zeigt der Tee seine Wirkung, was den beinhaltenden Gerbstoffen zugeschrieben wird. Er ist reich an Vitamin C, Eisen und Kalzium.

In der Schwangerschaft wird der Tee gern zur Stärkung des Gewebes, sowie zur Lockerung der Muskulatur, vor allem in der Gebärmutter verabreicht. Der astringierenden Wirkung wird auch zugeschrieben, dass Blutungen während der Geburt reduziert werden.

Hebammen empfehlen den Tee speziell am Ende einer Schwangerschaft. Er soll den Muttermund lockern und zur Einleitung der Wehen dienen. Seine heilende Wirkung ist speziell daran zu erkennen, dass Himbeerblätter in Kräuterteemischungen enthalten sind. Vor allen Dingen in Frauentees, die zur Balance beitragen oder eben krampflösend wirken.

Allheilmittel der Hebammen

Bekannt sind Himbeerblätter vor allem aus der Frauenheilkunde. Dort werden sie zusammen mit anderen Heilkräutern eingesetzt (Frauenmantel, Storchschnabel). Zu den klassischen Frauenproblemen gehören unter anderem:

  • ausbleibender Eisprung während der ersten Zyklushälfte
  • Damm- Massage im Zuge der Geburtsvorbereitung
  • Brustwarzenstimulation zur Wehen Förderung
  • Genesung nach einer Fehlgeburt

Frauenärzte und Hebammen berufen sich hierbei, auf die heilpflanzlichen Weisungen von Hildegard von Bingen. Schon sie empfahl bereits im Mittelalter, Beerenfrüchte wie Himbeeren, Brombeeren und Preiselbeeren, bei allerlei Gebrechen.

Hierzu zählen:

  • Zyklusprobleme
  • Gallenblasenentzündung
  • Appetitlosigkeit
  • Übelkeit
  • Fieber

Auch in der traditionellen Chinesischen Medizin kommt Himbeerblättertee zum Tragen. Hier wird er empfohlen zum:

  • Gurgeln bei Rachenentzündungen
  • Mundspülungen bei Zahnfleischentzündungen und Mundgeschwüre
  • Waschungen mit Himbeerblättersud bei Hautproblemen

Pflanzliche Gerbstoffe desinfizieren

Zu den in den Himbeerblättern, auch Guarana, Beinwell oder Löffelkraut genannt, enthaltenen Gerbstoffen gehören unterschiedliche Tannine (Fachbegriff für Gerbstoffe), die ausschließlich in den Pflanzen enthalten sind.

Sie werden in den Blättern der Himbeere überwiegend durch Ellagitannine gestellt, die mit einem Gehalt von 2,5 bis 7 Prozent enthalten sind. Im menschlichen Körper bekämpfen Tannine beispielweise:

  • Haut- und Schleimhautentzündungen
  • mikrobielle Infektionen (durch Bakterien oder Pilze)
  • Schwermetallvergiftungen

In der Frauenheilkunde ist Himbeerblättertee insoweit von Bedeutung, dass er zur Entschlackung des Körpers im Zuge einer Schwangerschaftsvorbereitung dient.

Flavonoide lindern Zyklusbeschwerden

Wie in anderen Heilpflanzen (Mönchspfeffer, Aronia, Hamamelis, Leinkraut, Malve, Ginkgo) auch, finden sind in Himbeerblättern sogenannte Flavonoide. Die Flavonoide Quercetin und Kämpferöl, sind nur mit 0,5 bis 1 % vertreten. Dieses ist vollkommen ausreichend, denn die pflanzlichen Farb- und Aromastoffe ähneln den Tanninen nur im Geschmack. Die Wirkungsweisen sind denen der Gerbstoffe sehr ähnlich und übertreffen diese sogar.

Flavonoide dienen dem Körper in der Hauptsache bei der Entwässerung. Schadstoffe werden durch die harntreibende Wirkung leichter ausgeschieden. Mit Blick auf die Entgiftung des Uterus ist die Eigenschaft äußerst hilfreich.

Einige Mineralstoffe sind gerade für Frauen besonders wertvoll. In erster Linie ist hierbei Eisen zu nennen, denn bekanntlich verliert die Frau einiges an Blut, was einen hohen Anteil an Eisen ausmacht. Um diesen Mineralvorrat wieder aufzustocken und die Blutbildung zu fördern, muss sie genügend Eisen zu sich nehmen. Heilkräuter- Produkte, wie zum Beispiel Himbeerblättertee, sind eine geeignete Maßnahme, den Vorrat wieder aufzufüllen.

Gleiches gilt für Kalzium, welches zudem ausreichend in den Blättern vorhanden ist. In Bezug auf Kalziummangel, gehören junge Frauen und stillende Mütter zu den Risikogruppen.

Vitamin C gut für Gebärmutteraktivität

Ein weiterer wichtiger Nährstoff ist Vitamin C, welches reichlich in den Blättern vorhanden ist. Das Vitamin übernimmt eine Vielzahl wichtiger Funktionen, dazu gehört unter anderem, der Ausgleich des weiblichen Progesteron- Spiegels.

Prinzipiell hat das Progesteron eine Art ruhigstellenden Effekt auf den Uterus. Außerhalb einer Schwangerschaft können erhöhte Werte von Progesteron zu Störungen im Zyklus führen. Ein Eisprung wird dadurch bedingt verzögert oder sogar verhindert. Eine Monatsblutung kommt somit unregelmäßig und eine Befruchtung wird erschwert.

Himbeerblättertee wird, wenn nicht anders verordnet, ein bis zweimal täglich zu sich genommen. Bei oralen Entzündungen, Mundgeruch oder Problemen mit der Haut darf der Tee nach Belieben zum Gurgeln oder für Waschungen verwendet werden.

Richtige Dosierung in der Schwangerschaft

Normalerweise beginnt die Anwendung zur Geburtsvorbereitung und eine Stimulierung vom Muttermund in der 37. SSW mit einer Tasse am Tag. In der 38. SSW wird der Himbeerblättertee für eine Woche nicht getrunken. In der 39. SSW erfolgt eine erneute Einnahme, mit einer Tagesdosis von 3 bis 4 Tassen.

Lässt sich ein Baby bis zur 40. SSW Zeit, muss eine weitere einwöchige Pause erfolgen, Das ist nötig, damit es nicht zu einer Überdosierung kommen kann. Gegen Ende einer Schwangerschaft erfolgt ein wöchentlicher Wechsel zwischen Einnahme und Einnahmepause.

Eine höhere Dosis zur Wehen Förderung erfolgt erst unmittelbar vor einer Geburt und nur in Absprache mit einem Arzt oder einer Hebamme. Frauen, die unter Bluthochdruck oder unter einer anderen Gefäßkrankheit leiden, dürfen keinen Himbeerblättertee zu sich nehmen.