Himbeerblättertee – mit Natur zur Geburt kommen

Die Himbeere ist bei uns weitläufig bekannt und wird in vielen Gärten kultiviert. Sie ist nicht nur lecker, sondern weist auch medizinische Eigenschaften auf. Getrocknete Blätter werden überwiegend in der Naturheilkunde eingesetzt. Blätter und Triebspitzen dienen entweder, als Tee oder Teegemisch gegen diverse Magenbeschwerden, aber auch zur Unterstützung von Harn- und Galleabsonderung.

Die Himbeere kann mehr, als ihr zugetraut wird, denn sie verfügt über adstringierende und stimulierende Eigenschaften. Ein starker Tee aus den Blättern kann beispielsweise als Mundwasser dienen oder eine Tinktur wird eingesetzt zum Abmildern von Entzündungen der Rachenschleimhäute. Zahnfleisch- und Geschwüre im Mund können mit einem Himbeerblättertee gut behandelt werden.

Himbeerblättertee: Einsatz und Wirkung in der Schwangerschaft

Die Wirkstoffe in den Himbeerblättern werden empfohlen, als Wehen förderndes Naturheilmittel. Sogar bis in die heutige Zeit, empfehlen Hebammen den Himbeerblättertee zur Vorbereitung auf eine schmerzarme und sanfte Geburt.

Hinweis:
Wissenschaftliche Belege für eine medizinische Wirksamkeit stehen zwar noch aus, unterschiedliche Studien jedoch wiesen nach, dass es eine kürzere zweite Wehen- Phase bei der Geburt gab und Frauen weniger unter starken Schmerzen litten.

Schon bei den nordamerikanischen Indianern war die Himbeere als Uterus- Tonikum bekannt. Sie stärkt die Gebärmutter und die Kontraktion der Wehen. Himbeerblättertee ist nicht Wehen auslösend, aber er hilft, dass diese effektiver werden.

Weiterhin verfügt die Himbeere über antioxidative Eigenschaften. Die Wirkstoffe helfen den Zellmembranen, sich vor freien Radikalen zu schützen. Ellagsäure ist ein Wirkstoff, zwei weitere sind Quercetin und Anthrocyanin. Letztere schützen den Körper vor Pilzen und Bakterien, zum Beispiel, bei vaginalen Hefepilzinfektionen oder einer Reizdarmerkrankung, die durch Bakterien oder einem Pilz ausgelöst wurden.

So wirkt der Himbeerblättertee

Himbeerblättertee, auch als Schwangerschaftstee bekannt, lockert den Muttermund und die gesamte Beckenmuskulatur. Des Weiteren wirkt er krampflösend und entspannend auf die Uterus- Muskulatur. Der Tee ist reich an Vitaminen und Mineralstoffen, vor allen Dingen weist er Vitamin C, Eisen und Kalzium auf.

Himbeerblättertee sollte in den letzten Wochen einer Schwangerschaft genossen werden, er unterstützt so das allgemeine Wohlbefinden und den Allgemeinzustand einer werdenden Mutter. Er ist verantwortlich für eine psychische Balance, aber um diese Wirkung zu erzielen, muss der Tee über mehrere Wochen getrunken werden.

Himbeerblättertee eignet sich bestens um einen gleichmäßigen Rhythmus der Wehen zu erzielen, weniger darum, dass Wehen Tätigkeit beschleunigt wird. Er ist gedacht um eine Geburt einzuleiten, wenn der errechnete Termin bereits überschritten ist.

Wichtiger Hinweis:
Die Wirkstoffe im Himbeerblättertee wirken Wehen fördernd. Daher den Tee nur dann anwenden, wenn der Geburtstermin ansteht. Das Angro der Hebammen empfiehlt, den Tee nicht vor der 37. Woche einer Schwangerschaft zu sich zu nehmen. Erst ab diesem Zeitpunkt, gilt ein Säugling nicht mehr als „Frühchen“.

Schwangeren wird oftmals empfohlen den Himbeerblättertee zur Bekämpfung von Schwangerschaftsübelkeit einzusetzen. Die genaue Dosierung sollte allerdings unbedingt mit einer Hebamme oder einem Arzt abgesprochen werden. Zudem sollten Schwangere die Einnahme sorgfältig prüfen und den Tee nicht über einen längeren Zeitraum nutzen.

Wie einen Himbeerblättertee dosieren?

Himbeerblättertee kann eine Schwangere in der Apotheke oder einem Reformhaus erwerben. Zudem bieten diverse Onlineshops den Tee an. Um ihn zuzubereiten wird pro Tasse ein Teelöffel der Blätter mit kochendem Wasser übergossen, den Aufguss dann 5 Minuten ziehen lassen.

Honig wird als Süßungsmittel empfohlen. Der Tee lässt sich auch mit anderen Kräuter- oder Heil Tees kombinieren. Falls der Geschmack nicht zusagt, sind Kapseln mit Himbeerblättern zu nutzen.

Vor der ersten Einnahme muss die genaue Dosierung mit einer Hebamme abgesprochen werden. Diese weiß bestens, welche Dosierungen in Frage kommen und welche Mischungen speziell zu empfehlen sind.

Als gängige Dosierung wird die Verwendung in der 37. Schwangerschaftswoche von täglich einer Tasse empfohlen, wobei in der 38. Woche unterbrochen wird. Ab der 39. Woche darf eine Schwangere bis zu 4 Tassen pro Tag zu sich nehmen.

Falls es bis zu diesem Zeitpunkt nicht zu einer Geburt gekommen ist, muss eine weitere Unterbrechung in der 40. Schwangerschaftswoche erfolgen. Die Pausen sind notwendig, damit es nicht zu einer Überdosierung kommen kann.

Als Gegenindikationen gelten:

  • wenn in der Schwangerschaft vorzeitige Wehen Tätigkeit aufgetreten ist
  • wenn es zu vaginalen Blutungen kam
  • bei zu hohem Blutdruck
  • vor einem geplanten Kaiserschnitt
  • bei Mehrlingsgeburten

Himbeerblättertee, damit die Geburt erleichtert wird

Himbeerblättertee ist zwar ein altes Hausmittel, wird jedoch auch heute noch von vielen Hebammen empfohlen. Es gibt noch weitere Wehen fördernde Naturmittel, um eine Geburt zu erleichtern. Dazu gehören zum Beispiel Leinsamen, die sich nicht nur gut auf die Verdauung auswirken, sondern auch die Wehen- Tätigkeit fördern.

Ab der 38. Woche ist auch ein Heublumen- Sitzdampfbad hilfreich um den Beckenboden geschmeidiger zu machen. Dazu in einen Topf kochendes Wasser geben und eine Handvoll Heublumen hineingeben. Den Topf als Bidet nutzen und nach einer kleinen Abkühlphase sich für rund 10 Minuten darüber setzen.

Weitere Anwendungsgebiete für Himbeerblättertee sind:

  • Kinderwunsch
  • Einleitung der Monatsblutung
  • Geburtseinleitung
  • Reinigung des Uterus

Im Geschmack erinnert der Tee ein wenig an einen schwarzen Tee, beide Varianten verfügen über einen hohen Gehalt an Gerbstoffen. Diese sind in einem höheren Maß verantwortlich für die Heilwirkung des Himbeerblättertees und werden bei Frauen mit einem gestörten Zyklus sehr geschätzt.

Der Geschmack, als auch die Heilwirkung werden einer ganz besonderen Wirkstoffzusammensetzung zugeschrieben. In der Hauptsache gehören herbe Gerbstoffe und Flavonoide dazu, die den größten Teil der Heilwirkung ausmachen. Daneben finden sich Mineralstoffe und Vitamine.

Inhaltsstoffe:

Gerbstoffe:
Flavonoide:
Vitamin C
Bernsteinsäure
Milchsäure
Aromastoffe

Himbeerblättertee wirkt nicht nur Wehen fördernd, er besitzt zudem auch eine entgiftende und entschlackende Wirkung. Der Tee ist also nicht nur kurz vor einer Geburt zu empfehlen, sondern auch danach. Er wirkt ebenso bei Regelschmerzen, als auch bei dem Wiedereinsetzen von Monatsblutungen.

Weitere Anwendungsgebiete

Himbeerblättertee ist nicht nur werdenden Müttern zu empfehlen, er ist auch bekannt in der Naturheilkunde und in der Homöopathie. Die Einsatzgebiete sind unter anderem:

  • Blähungen
  • Magenbeschwerden
  • Durchfall
  • Geschwüre
  • Regelschmerzen
  • Erkältungskrankheiten
  • Entzündungen

Arthritis und Gicht

Himbeerblätter sind hilfreich bei Entzündungen und anderen Schmerzen. Besonders bei Gicht und Arthritis dürfen Patienten ihn anwenden. Das regelmäßige Trinken von Himbeerblättertee ist des Weiteren zu empfehlen bei entzündlichen Gelenkserkrankungen, allerdings ist eine nur dreimalige Nutzung zu empfehlen.

Dazu 30 Gramm getrocknete Himbeeren und Blätter in einem halben Liter Wasser auskochen und den Sud 15 Minuten ziehen lassen. Anwender können den Tee heiß oder kalt genießen.

In der Himbeere finden sich Inhaltsstoffe (Ellagsäure, Quercetin, Anthrocyanin), die antioxidativ wirken. Sie helfen den Zellmembranen sich vor Schäden durch freie Radikale zu schützen.

Herz und Kreislauf

Himbeeren verfügen über Vitamin C und eine enthaltene Gallussäure, sowie mehreren sekundäre Pflanzenstoffe. Diese sind dafür zuständig, dass Herz und das Kreislaufsystem vor altersbedingten Erkrankungen schützen.

Bemerkenswert ist der hohe Eisengehalt in der Himbeere. Dadurch wird Blut gereinigt und zudem kann Eisen eine blutbildende Wirkung aufweisen. Gerade Patienten mit Anämie kommt daher ein Himbeerblättertee zugute. Auch nach einem hohen Blutverlust kann der Tee sich als äußerst hilfreich erweisen.

Sogar Haare und Haut können profitieren, denn ein halbes Pfund Himbeeren beinhaltet rund 100 Milligramm Calcium. Zusammen mit Joghurt oder Quark ist die Kombination nicht nur ein leckerer Snack, sondern wirkt sich positiv auf Nägel, Haare und Knochen aus.

Hinweis:
Junge Triebe der Frucht können leicht mit denen der Brombeere verwechselt werden. Im Gegensatz zur Brombeere, sind die Blätter der Himbeere am unteren Teil leicht filzig. Durch einen kleinen Fingertest wird die Gefahr einer Verwechslung ausgeschlossen.

Wissenswertes zum Thema: Himbeere

Als Nahrungsergänzung ist die Frucht schon seit Jahrtausenden beliebt. Sie ist nicht nur äußerst nahrhaft, sondern auch sehr gesund. Das wussten schon unsere Vorfahren und bedankten sich bei ihr, nach der jährlichen Ernte.

Den Artenname „idaeus“ verdankt die Himbeere den alten Römern. Plinius beschrieb im Jahr 23 n. Chr. die Frucht und vermerkte, dass sie vom Berg Ida stammte. Leider gibt es zwei Berge gleichen Namens, der eine ist in der Türkei zu finden, der andere auf der griechischen Insel Kreta. Welcher Berg gemeint ist, bleibt bis heute unbekannt.

Steckbrief:

Himbeeren Standorte: Waldlichtungen, Böschungen, Kahlschläge, Gärten
Blütezeit: Mai bis August
Erntezeit: Mai bis August
Synonyme: Runzel Beere, Waldbeere, Hochbeere, Mutterbeere
Familie: Rosengewächse
verwendete Pflanzenteile: Früchte, junge Pflanzentriebe, Blätter der Pflanze
Wirkstoffe: Vitamin B1, B2, Vitamin C, Gerbstoffe, Kalzium, Eisen, Karotin
medizinische Eigenschaften: hemmt Entzündungen, wirkt stopfend, adstringierend

Nebenwirkungen:

Über mögliche Nebenwirkungen gibt es keine wissenschaftlichen Studien. Erfahrungsberichte aus dem europäischen und amerikanischen Sektor liegen jedoch vor. Schwerpunktmäßig wird hier auf Nebenwirkungen aus dem Hauptanwendungsgebiet, der Schwangerschaft und Geburtshilfe eingegangen.

Zu den Himbeerblättertee Nebenwirkungen gehören in der Hauptsache:

  • Sodbrennen
  • Durchfall

Grundsätzlich treten Nebenwirkungen nur sehr selten auf und das eher individuell. Gravierende oder sogar lebensbedrohliche Fälle wurden nicht beschrieben. Es gilt für jeden Anwender nach dem Genuss von Himbeerblättertee, auf seinen Körper zu achten um Unverträglichkeiten rechtzeitig zu erkennen.

Dosierungsanweisungen sind generell zu beachten, damit keine Überdosierung stattfinden kann.

Aufgrund der enthaltenen Gerbstoffe ist der Geschmack als leicht herb zu bezeichnen. Nach einem übermäßigen Genuss kann es bei Personen, mit einem empfindlichen Magen, zu Sodbrennen kommen. Ein Zusammenhang mit speziellen Speisen ist nicht auszuschließen. Medizinische Belege liegen hierzu nicht vor.

Wichtig:
Sodbrennen ist unangenehm, aber nicht gefährlich. Bei dauerhaftem Auftreten allerdings und im Zusammenhang mit Himbeerblättertee sollten die Personen, die darunter leiden, den Tee nicht mehr zu sich nehmen.

Durchfall:

In der Erfahrungsheilkunde, als auch in der Homöopathie wird Himbeerblättertee bei Blähungen und Durchfall, gern eingesetzt. Fachpuplikationen berichten, dass gerade Durchfall vermehrt auftreten kann. Diese Widersprüchlichkeit ist damit zu belegen, dass jede Person physiologisch anders reagiert.

In der Regel handelt es sich um einen harmlosen Durchfall und verschwindet bereits nach kurzer Zeit wieder. Heftige Durchfälle, die unter Umständen länger anhalten, sind von einem Arzt zu klären. Der Himbeerblättertee ist auf jeden Fall sofort abzusetzen.

Die Ursachen für einen länger anhaltenden Durchfall können unterschiedliche Ursachen haben. Im Regelfall ist es eine Überdosierung, denn der Tee wirkt entwässernd und durchblutend und fördert somit die Verdauung auf ganz natürliche Weise. Überdosierungen können demnach vermehrt zu Durchfall führen.

Was ist beim Kauf zu beachten?

Diejenigen, die getrocknete Himbeerblätter erwerben möchten, sollten unbedingt auf deren Güte achten. Es kann passieren, wenn auch nur in Einzelfällen, dass sich Durchfall einstellt, nach dem Genuss von verdorbenen oder verschmutzen Blättern.

Bio- Qualität ist in dieser Hinsicht mehr als unbedenklich und sollte beim Kauf in den Vordergrund treten. Probleme nach dem Genuss, tauchen in der Regel nur dann auf, wenn es sich um selbst gesammelte Himbeerblätter handelt.

Diese bitte nur dort sammeln, wo sich keine Schmutzablagerungen oder Verunreinigungen befinden. Bei Zweifeln oder bei Verdacht auf verdorbene Blätter, diese sofort entsorgen.

Himbeerblättertee und Bluthochdruck

Neben anderen Dingen wird Himbeerblättertee teilweise auch gegen Bluthochdruck eingesetzt. Umgekehrt wirkt der Tee jedoch auch blutdrucksteigernd. Generell hat Himbeerblättertee einen Einfluss auf den Blutdruck, was jedoch zu unerwünschten Nebenwirkungen führen kann.

Bei Patienten, die an niedrigem oder zu hohem Blutdruck leiden, ist aus diesem Grund Vorsicht geboten. Sie sollten vor dem Genuss unbedingt ihren Arzt konsultieren.

Bei Kinderwunsch

Himbeerblättertee kann als absoluter Frauentee bezeichnet werden. Die beinhalteten Wirkstoffe unterstützen den weiblichen Körper auf mehrfache Arten. Entweder rund um den Zyklus und vor allen Dingen bei dem Wunsch nach Kindern.

Frauen die unbedingt schwanger werden möchten, können mit Himbeerblättertee ihren Körper auf sanfte Art unterstützen. In der Naturheilkunde ist das Mittel schon seit langer Zeit bekannt und wird auch angewendet. Diverse Hebammen und natürlich auch Frauen, haben bereits positive Erfahrungen mit der Anwendung des natürlichen Heilmittels gemacht.

Der Tee fördert die Durchblutung im Beckenbereich. Er entschlackt und entgiftet den Uterus und bereitet ihn optimal auf eine mögliche Schwangerschaft vor. Himbeerblättertee unterstützt zudem den Aufbau der Gebärmutterschleimhaut.

Hinweis:
Himbeerblättertee fördert die Durchblutung der Gebärmutter und es werden gute Bedingungen geschaffen, damit eine Einnistung der Eizelle erfolgen kann. Gleichzeitig reinigt und entgiftet der Tee, liefert somit eine optimale Vorbereitung auf die Befruchtung einer Eizelle.

Was die Inhaltsstoffe bewirken

Kalzium: wird von schwangeren Frauen dringend benötigt, damit sich ein Baby richtig entwickeln kann. Nimmt die Frau zu wenig davon auf, zieht ihr Körper den für das Kind benötigten Mineralstoff aus den Knochen. Fazit: das Risiko erhöht sich, zu einem späteren Zeitpunkt an Osteoporose zu erkranken.

Kalzium ist ein wichtiger Stoff für eine gesunde Blutgerinnung und einen regelmäßigen Herzschlag, sowie auch für Nerven und Muskeln

Magnesium: Frauen, die unter PMS leiden, profitieren ebenfalls vom Magnesium. Der Mineralstoff lindert bei Symptomen wie Aufgeblähtheit, starker Gewichtszunahme und empfindlichen Brüsten. Zudem wirkt Magnesium gegen Krämpfe während der Monatsblutung.

Magnesium kann bei Schwangeren, geschwollene Beine abmildern und wirkt sich blutdrucksenkend aus.

Mangan: Unfruchtbarkeit kann mit einem Mangel an Mangan zusammenhängen. Wer Himbeerblättertee zu sich nimmt, kann diesen Mangel leicht ausgleichen. Von diesem Spurenelement ist besonders viel im Tee enthalten.

Weitere Mineralstoffe und Spurenelemente:

Himbeerblättertee enthält viele wirksamen Mineralstoffe und Spurenelemente. Unter anderem ist auch Kalium und Eisen in höheren Dosen zu finden. Frauen, die den Tee trinken, können den Mineralstoffhaushalt in ihrem Körper ausgleichen.